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Indien: Ein Land und seine Widersprüche Gebundenes Buch – 17. November 2014 Jean Drèze Amartya Sen Thomas Atzert Andreas Wirthensohn

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Pressestimmen

"Präzise und durchweg überzeugende Studie.“
Patrick Hesse, Sehepunkte, 12/2015

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gundl2
2. Januar 2015
Demnu00e4chst fahre ich nach Westbengalen, Assam, Arunachal Pradesh, mein zweiter Indienaufenthalt in der nordu00f6stlichen Region. Sonst keine Indienerfahrungen.
Zufu00e4llig habe ich in einer Auslage das neu erschienene Buch entdeckt.
Amartya Sen ist indischer Nobelpreistru00e4ger fu00fcr u00d6konomie 1998. Er und sein Co-Autor scheinen mir ein sehr bewu00e4hrtes Autoren-und Forschungsteam zu sein.
Rund 370 Seiten widmen sich den unterschiedlichen Sektionen der Sozial-und Wirtschaftspolitik, 57 Seiten gehu00f6ren den Querverweisen, die sehr profund in die Tiefe fu00fchren.
Fu00fcr mich war das Buch nach meinem ersten Indien-Aufenthalt in einer Familie sehr erhellend: Das Kastensystem ist noch immer wirksam, wenngleich abnehmend (zumindest im stu00e4dtischen Bereich). Mir tritt die Unterpriviligerierung der Dalits (Unberu00fchrbare Kaste) und der Adivasis (Ureinwohner) sehr deutlich hervor.
Die Autoren ziehen immer wieder den Vergleich mit anderen Staaten heran:
Bangladesh und Nepal haben zwar betru00e4chtlich niedrigere BIPs, aber in den letzten 20 Jahren gru00f6u00dfere Fortschritte erzielt in der Alphabetisierierung, dem Gesundheitswesen, verschiedenen Sozialidiknatoren, weil sie nicht auf Privatisierung wie Indien gesetzt haben, sondern auf staatliche Massnahmen.
Indien setzt auf neoliberale Privatisierung der Sektoren Schule, Gesundheit etc. und die zeigen endeutig den Nachteil Indiens.
Der Lu00e4ndervergleich auch mit anderen Staaten wie China und den Lu00e4ndern su00fcdlich Se Sahara fu00e4llt nicht zugunsten Indiens auf, aber die Autoren ku00f6nnen immer wieder positive Akzente setzen zugunsten indischer Staaten, die sich positiv hervor getan haben (meist Kerala und tamil Nadu) weil sie nicht auf neoliberale Privatisierung gesetzt haben, sondern staatliche Verantwortung u00fcbernommen haben.
Noch immer haben rund 50 % der Hu00e4user kein Klo!!! Die wiederholte Abhandlung dieses zutiefst menschlichen, sanitu00e4ren, gesundheitlichen Problems im Zusammenhang mit Politik, u00d6konomie, Frauendiskriminierung etc hat mich sehr hellsichtig gemacht. Mir gefu00e4llt auch der Ansatz, nicht nur negativ u00fcber indische Politik zu schreiben ( was naheliegend wu00e4re), sondern immer wieder erreichbare Ziele anhand von Beispielen vergleichbarer Lu00e4nder oder indischer Bundesstaaten anzufu00fchren. Insofern finde ich das Buch auch sehr pu00e4dagogisch, weil es sozusagen die Karotte vor die Nase setzt.
Fu00fcr mich ist das ein sehr wichtiges Buch, weil es mir sicherlich die Augen weiter u00f6ffnet, wenn ich dieses Land in Ku00fcrze (Fru00fchjahr 2015) bereisen werde.
smurf
3. Januar 2016
Ich habe das Buch, das vor kurzem in Sehepunkte besprochen wurde, in der englischen e-Book Ausgabe gelesen. Die Autoren geben eine detaillierte, ausgewogene Darstellung der sozialen Probleme Indiens. Das Buch, das trotz der vielen Daten und Fuu00dfnoten sehr gut lesbar ist, ist meiner Meinung nach ein absolutes Standardwerk.

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